Über Ottfingen

dorf

 

 

 

Entstehung

Die genaue Entstehung der Ortschaft Ottfingen ist dokumentarisch leider nicht nachweisbar.
Recherchen bekannter Heimatforscher haben ergeben, dass die Orte mit der -ingen Endung
in den Jahren von 850 bis 1050 entstanden.
Ein hohes Alter der Ortschaft beweist auch die in der Dorfmitte stehende alte Kapelle,
deren Turm im romanischem Baustil, das Kirchenschiff mit der sich
anfügenden Apsis im gotischen Stil errichtet wurde

altekapelle

Die Kapellenglocke, die sich heute im Turm der St. Hubertus Pfarrkirche befindet,
trägt die in römischen Ziffern eingegossene Jahreszahl von 1489.

glocke

Fachleute schätzen die Entstehung der zum Ottfinger Wahrzeichen gewordenen Kapelle
zwischen dem 12. und 13, Jahrhundert.

Ortslage

Die Ortschaft Ottfingen liegt in der Gemeinde Wenden im Kreis Olpe im südlichen Teil
des Sauerlandes im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

karte

Unser Dorf befindet sich nur unweit vom ehemaligen Grenzbereich der damaligen Stämme
der Sachsen und Franken. Noch bis vor etwa 200 Jahren befand sich hier eine gut bewachte Grenze,
in Form einer natürlichen wie auch künstlich errichteten “Landhecke”.
Auch heute weisen Teile der Hecke, sowie noch vorhandene Grenzsteine,
auf den ehemaligen Verlauf der Völkergrenze hin.

altekarte

 

Einwohnerzahlen

Nachfolgend die kontinuierlich ansteigenden Einwohnerzahlen, aufgezeichnet ab dem Jahr 1757

Jahr
1757
1818
1852
1871
1885
1905
1916
1925
Einwohner
220
276
345
339
372
426
564
639
 
Jahr
1933
1939
1946
1956
1966
1991
1994
2001
Einwohner
711
796
933
1113
1411
1830
2011
2234


 

Infrastruktur

Verkehrsanbindung
Über die durch den Ort führende Kreisstrasse erreicht man schnell die Landstrasse L512.
Nach 5 km befinden wir uns an der Autobahnauffahrt Olpe-Süd in der Ortschaft Gerlingen
zur A4 (Richtung Köln) sowie auf die A45 (Sauerlandlinie - Dortmung / Gießen)
Bahnhöfe befinden sich in Olpe (12 km - Regionalbahn RB),
sowie in Kreztal (8 km - Fernverkehr ICE,IC,EC,IR,D)
Busse des öffentlichen Personennahverkehrs bedienen Ottfingen an 3 Haltepunkten im 1 Stundentakt.

Industrie
Nachdem am 07.05.1929 ein um 1925 in Betrieb genommener Strickereibetrieb durch Konkurs
stillgelegt wurde, begann die Fa. Korn aus dem Nachbarort Rothemühle mit der Fertigung von Gipsplatten.
Später erwarben die Brüder Robert und Hugo Berker das Fabrikgebäude und begannen am 01.03.1939
mit der Produktion von elektrotechnischen Apparaten. Unter dem Firmennamen BERKER
entstand durch stetige Investitionen und großzügises Expandieren ein modernes Unternehmen
im Bereich der Elektrotechnik.
1952 wurde unter der Geschäftsführung der Herren Berker und Jung ein weiteres Unternehmen gegründet.
Zunächst fertigte man in Räumen der Fa. Berker Schutzapparate für die Elektroinstallation.
Im Jahre 1962 konnten eigene Fabrikationsräume errichtet werden, die unter dem
Firmennamen SCHUPA ELEKTRO - GmbH & Co.KG 1987 großzügig erweitert wurden.
Die Firmen Berker und Schupa beschäftigen mehr als 500 Mitarbeiter.
Außer diesen größeren Firmen treffen wir in Ottfingen eine Reihe von Handwerkbetrieben der
verschiedensten Sparten an.

Schulwesen
Das erste Schulhaus wurde 1776 erbaut. Im Jahre 1850 folgte die Errichtung eines neuen Gebäudes,
welches im Jahr 1920 um eine angebaute Baracke erweitert wurde.
Nach einem Brand wurde 1927 ein neu erbautes Gebäude bezogen.
Dieses Schulhaus konnte 1967 erweitert werden.

Energieversorgung
Am 01.04.1921 wurde zwischen der Gemeinde Wenden und dem Elektrizitätswerk (EWS) Siegerland ein Stromlieferungsvertrag abgeschlossen.
Bereits 1923 erfolgte trotz großer finanzieller Schwierigkeiten (rasch steigende Inflationsraten)
die Fetrigstellung des Transformatorenhauses und der Niederspannungsstromanlage.
Es kam zur Gründung der Elektrizitätsgenossenschaft eGmbH Ottfingen.
Im Jahr 1929 betrug der Jahresstromverbrauch 13206 kWh, das entspricht dem heute
üblichen Verbrauch eines 3 Familienhauses.
1972 wurde das gesamte Ortsnetz und die Straßenbeleuchtung an das EWS verkauft und die
Genossenschaft aufgelöst. Die Belieferung mit elektrischer Energie erfolgt nun durch das
EWS im Verbund der RWE.
1993 wurde mit der Verlegung von Ferngasleitungen im Ort begonnen. Das Rohrnetz ist mittlerweile
großflächig ausgebaut und beliefert eine große Anzahl von Erdgaskunden mit der saubersten fossilen Energie.

Wasserversorgung
Der Bau einer Trinkwasserversorgungsanlage begann, nachdem am 10.05.1948 aufgrund
des Ergebnisses einer bakteriologischen Untersuchung von dem Verzehr des Wassers
aus dem Dorfbrunnen abgeraten wurde.
Bereits im Januar 1949 wurde in einer Dorfversammlung der Bau einer Wasserleitung beschlossen.
Schnell begannen die Quellfassungsarbeiten, durch beispielhafte Spendenaktionen konnte
benötigtes Material erworben werden.
In nur 14 Tagen wurden in Handarbeit 2000 m Gräben ausgehoben !
Am 30.09.1952 wurde die gesamte Versorgungsanlage von einer Regierungskommission
ohne jegliche Beanstandung als “mustergültig” abgenommen und dem zuvor
gegründeten Wasserbeschaffungsverband (WBV) zur Nutzung freigegeben.
Mittlerweile wird das Wasser von den Kreiswasserwerken Olpe geliefert,
das Leitungssystem untersteht auch weiterhin dem WBV Ottfingen.

Anmerkung: Diese Chronik wird fortgeführt
Ottfingen, im November 2001
Hubert Halbe
Ortsvorsteher